Samstag, 14. Dezember 2013

Sidney - Busy Women

Ihr Lieben!

 - ja, wir haben lange nichts von uns hören lassen und das tut uns wahnsinnig leid! Doch es hat sich viel, viel getan!! Sofern ihr noch Lust habt, "lauscht" gespannt.. -

 Seit nun mehr als fünf Wochen, haben wir DIE City für uns entdeckt, Sydney! Ganz urplötzlich und mehr als spontan sind wir in den Flieger gestiegen und haben unser geliebtes Cairns verlassen. Der Grund? Ein Vorstellungsgespräch! Nach langer Suche hatte sich unser Warten auf Rückmeldung ausgezahlt und wir wurden zu einem Interview eingeladen. Der Job auf den wir uns dort beworben hatten, beinhaltete um ehrlich zu sein gar keine genaue Beschreibung. Der Weckruf, "Ihr seit Backpacker und wollt mehr erleben als nur die üblichen Arbeiten eines jeden Backpackers? Seit Outback-neugierig und wollt viele, nette Leute kennen lernen, dazu Spaß garantiert bekommen?", war uns vollkommen ausreichend, um den Schritt der Bewerbung zu wagen, denn mit einer Antwort rechneten wir zu diesem Zeitpunkt sowieso nicht mehr!

Falsch gedacht. Mit einem leicht hysterischen Anflug von Freude und Aufregung brachen wir auf und waren am 8.11.13 um 14.00 Uhr in dem Office der "Wessley Mission". Wie wir während des Interviews erfahren mussten und einer ebenso vorhanden Vorahnung, stellte sich der Job als das heraus, was wir in keinem Fall machen wollten, Promotion! Leicht geknickt stimmten wir jedoch ein und wurden am selben Abend noch zu unserem ersten Arbeitstag geordert. Warum nicht?

Die Organisation sammelt immerhin Spenden für misshandelte Kinder und Frauen & Obdachlose Jugendliche, wir tun also Gutes und bekommen Geld, was natürlich von großer Bedeutung war. Der erste und ebenso letzte Tag, belehrte uns eines besseren. Im strömenden Regen, mit klitsch nassen Klamotten und dadurch wirklich schlechter Laune, auf Leute zu zugehen und von denen Spenden zu erwünschen, ist definitiv nicht unser Ding! Zudem würde man in diesem Job nur dann Geld erhalten, wenn man jemanden gefunden hat, der gerne spenden möchte und das ist wirklich nicht so leicht, wie es aussieht!

 Deprimiert und frustriert haben wir dieses Projekt abgebrochen und sind in unser heruntergekommenes, mit 30 $ die Nacht viel zu überteuertes, Hostel zurück gekehrt. Zwei volle Wochen folgten, in der sowohl Nina als auch ich unseren Tiefpunkt erreicht hatten. Gezicke und demotivierte Körper, sowie Gesichter waren alltäglich!

Viele denken sicher, dass das, was wir hier machen, nur Urlaub ist aber im Enddeffekt haben wir uns hier ein anderes Leben "aufgebaut" bzw sind dabei es zu tun. Es ist und das können wir euch mit absoluter Sicherheit sagen, wahrlich kein Kinderspiel und definitiv nicht so leicht, wie sich manch einer vorstellt! Wir lieben es hier, wir genießen jede Sekunde und WIR sind vorallem dankbar und glücklich darüber, dass wir all diese Erfahrungen zusammen machen können, als "Schwestern"! Dennoch gab es und wird es eventuell auch nochmal schwierige Phasen geben, die wir immer als Team meistern werden! Uns trennt so schnell nichts mehr, darauf geben wir euch unser Wort, kleine Zickereien hin oder her, die Freundschaft stärkt und baut sich mit jedem weiteren Problem nur aus. ♡

Aber zurück zum Tiefpunkt. Hier in Australien ist es absolut aussichtslos, ohne Kontakte einen Job zu bekommen! Wir haben das Glück gehabt und einen lieben, netten, jungen Mann namens Joseph kennen gelernt, durch welchen endlich unser neues "Hoch" kam. Da Joe nun schon sein drittes Jahr hier in Australien ist und dadurch so einiges an Jobs hatte, konnte er uns zwei Agenturen vermitteln. Zum einen ein Event Management namens "Decorative Events & Exihibitions", die Aufgaben für uns Mädels dort, "Bumpin In" , dekorieren und "Bumpin Out". Für gebuchte Veranstaltungen an den verschiedensten Orten (Museen, beispielsweise auch die Opera, Hotels, usw) die Vorbereitungen treffen, die Räume, Säle, etc schmücken und im Nachhinein wieder verstauen.

Ein anstrengender Job aber was soll ich sagen, wir haben ihn bekommen! Und zum anderen eine Art Zeitarbeitsfirma, namens "Compass Group", für den gastronomischen Bereich, die seine Angestellten bei Bedarf der zusammen arbeitenden Cafés, Restaurants, Bars usw vermittelt. Auch hier haben wir uns für den Zweig der Kellner, mit einem gefälschten Arbeitszeugnis von Ninas Seite aus, beworben!

Zu dem Zeugnis, eine kleine Verteidigung: in Australien muss man für den Job des Tellerwäschers studiert haben, dh ohne Vorkenntnisse hast du Chancen gleich null! Da Nina im Gegensatz zu mir keine Vorkenntnisse im kellnern hat, habe ich ihr mal eben ein Arbeitszeugnis gefälscht und was soll ich sagen, nun weiß ich, was ich zurück in Deutschland weiter ausbauen werde! Man muss sich hier halt zu helfen wissen. Ergebnis? Wir haben auch diesen Job erhalten und wurden beide als Vollzeit-Kellner in dem "Taronga Zoo" in einem neu eröffneten Restaurant eingesetzt! Tagsüber arbeiten wir momentan also ca 6 Tage die Woche, manchmal auch 7, als Kellner im Zoo und Abends/Nachts ca 4x in der Woche bei dem Event Management, hauptsächlich aber am Wochenende! Ihr seht, es läuft!

Das wir tot müde sind und überhaupt keine Kraft mehr haben müssen wir weg stecken, wir brauchen das Geld und bis Ende Februar wollen wir wieder einiges zusammen gespart haben, damit wir weiter reisen können! Was ich zu unserer Arbeit im Restaurant noch sagen kann, ich vermisse meine alte Arbeit in der Rohmühle unglaublich doll!! Hier gibt es überhaupt keine Richtlinien, es herrscht absolutes Chaos vom gesamten Betriebssystem her und es geht so vieles schief, was ich einfach nicht so kenne, deshalb danke ich an dieser Stelle gerade mal meinem Team aus der Mühle für die gute "Ausbildung"! Ich vermisse euch!!

Aber zwei positive Sachen gibt es dennoch, auch das Team dort ist super lieb und Nina? Ich weiß garnicht warum sie so doll Angst vor dem kellnern hatte, es läuft wirklich gut bei ihr, 50 Teller kaputt, 7 falsche Essen bestellt und 65 Gläser kaputt. :) Und drei Teller kann sie auch schon tragen, easy going! (Das mit den Tellern tragen stimmt tatsächlich alles andere natürlich nicht!:] )

Für uns beide ist allerdings noch ungewohnt, dass wir all das arbeiten in einer anderen Sprache absolvieren müssen aber auch da stellen wir uns gut an, denn jeder der bis jetzt mit uns gesprochen hat, fand, dass wir sehr gutes Englisch reden! Unser Motto hier, learning by doing!! Es gibt noch so viel mehr zu berichten, das überlasse ich ab hier allerdings dem Ninchen, da ich jetzt meinem Schlaf verfallen werde!

In diesem Sinne euch allen eine gute Nacht und ganz viele, liebste, sonnige Weihnachtsgrüße aus Sydney, NSW!

Eure Mira









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